Mittwoch 15. Mai 2019

19:00, Großer Saal

HR-SINFONIEORCHESTER

SUSANNA MÄLKKI
Leitung
GIL SHAHAM Violine

SERGEJ PROKOFJEW Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
JEAN SIBELIUS Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Welche Sinfonie ist dein Favorit? 2009 konnten die Hörer eines australischen Radiosenders darüber abstimmen – ein »Classic 100 Symphony«-Countdown, der manch Überraschung bereithält. So belegte die 2. Sinfonie von Jean Sibelius den beachtlichen 9. Platz und ließ so populäre Werke wie Mozarts »Jupiter«-Sinfonie oder Tschaikowskys Fünfte hinter sich. Sie ist eben ein starkes Stück, diese kraftvoll-sinnliche Zweite. Hätte man allerdings nicht in Australien, sondern in Finnland nachgefragt, wäre sie sicher auf Platz 1 gelandet. Für die Finnen ist diese Sinfonie ein nationales Heiligtum. International ganz vorne wäre Sibelius auch, wenn es um ein »Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts«-Ranking ginge. Ihm dann gleich auf den Fersen: Sergej Prokofjew mit seinem g-Moll-Violinkonzert aus dem Jahr 1935. Ein Werk der »neuen Einfachheit«, ganz melodiös, ganz (neo)klassisch. Mit einer so herrlichen Serenade im Zentrum gehört man jedenfalls in die Top Ten!

Für Jugendliche ab 14 Jahren.

www.alteoper.de/de/programm/veranstaltung.php?id=520104429

Donnerstag 16. Mai und Freitag 17. Mai 2019

20:00, Großer Saal
Konzerteinführung um 19:00 im Großen Saal

HR-SINFONIEORCHESTER

SUSANNA MÄLKKI
Leitung
GIL SHAHAM Violine

MAGNUS LINDBERG Parada
SERGEJ PROKOFJEW Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
JEAN SIBELIUS Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Man habe, schrieb der Rezensent der Berliner Morgenpost, „als Zuhörer zuweilen das Gefühl, einer Lehrstunde des Dirigierens beizuwohnen“. Die Lehrmeisterin am Pult der Berliner Philharmoniker bei Sibelius‘ 2. Sinfonie war: Susanna Mälkki, die Dirigentin aus Finnland. Sibelius‘ Zweite begleite sie bereits ihr ganzes Leben, sagt sie. Sibelius werde ja meist mit dunklen Farben und Klängen in Verbindung gebracht. „Aber diese 2. Sinfonie kann auch unglaublich fröhlich und hoffnungsvoll klingen“, so Susanna Mälkki. Und sie betont: „Diese Musik ist nie sentimental, vielmehr sehr offenherzig, sehr ehrlich – das sollten wir uns beim Musizieren immer vor Augen halten.“ Seine eigene Musizierhaltung zu hinterfragen und die Musik immer wieder zu reflektieren: Dafür steht auch der amerikanisch-israelische Geiger Gil Shaham. „In all den Jahren habe ich es eigentlich nie wirklich geliebt, auf die Bühne zu gehen“, bekannte er kürzlich in einem Interview. „Man kann wirklich klügere und vernünftigere Sachen machen, als sich auf eine Bühne zu stellen. Aber jetzt, wo ich es nun mal schon so lange tue, merke ich doch auch, dass ich großes Glück habe, das machen zu dürfen und zu müssen. Denn es hat mich gezwungen, über mich selbst nachzudenken – und mich ständig zu verbessern.“

Konzertdauer: ca. 2 Stunden, 15 Minuten (inkl. Pause)

www.alteoper.de/de/programm/veranstaltung.php?id=520101674